Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice

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Informationen zum Ausbildungsberuf

Die Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice sind bei den unterschiedlichsten Unternehmen mit verschiedenen Tätigkeitsschwerpunkten beschäftigt. Während einige Fachkräfte eher neue Möbel ausliefern und aufbauen, sind andere damit beschäftigt, private und gewerbliche Umzüge zu organisieren und durchzuführen. Hierzu gehört auch die Montage von neuen Küchen oder das Anpassen von Küchen an die Gegebenheiten sowie die Montage und Demontage von Möbeln in einer neuen Wohnung nach einem Umzug. Nicht zu vergessen ist der Anschluss einer Küche ans Strom- oder Wassernetz. Darüber hinaus wird kundenorientiertes Kommunizieren und den Kundenwünschen entsprechendes freundliches Handeln verlangt. Schon die Auflistung zeigt, wie vielseitig und anspruchsvoll der Beruf ist. Entsprechend umfangreich ist die Ausbildung.

Daten zur Ausbildung

Die Dauer der Ausbildung beträgt drei Jahre.
Die Ausbildung findet in Ausbildungsbetrieben und am Berufskolleg statt. Ein besonderer Schulabschluss ist als Eingangsvoraussetzung nicht erforderlich.

Voraussetzungen

Schüler, die sich für diesen Ausbildungsberuf entscheiden, sollten handwerkliches Geschick und körperliche Belastbarkeit mitbringen. Wer Spaß hat im Umgang mit Schraubendreher und Säge, nicht davor zurückschreckt, einen Schrank mehrere Stockwerke hochzutragen und dabei noch freundlich Kundenwünsche zu berücksichtigen, ist genau richtig in diesem Beruf. Wichtig für den Erfolg ist auch die Arbeit im Team: zusammen mit Arbeitskolleginnen / Arbeitskollegen anzupacken macht Spaß und führt zu schneller und guter Erledigung der Arbeit.

Prüfungen

Die Abschlussprüfung findet in zwei Teilen statt und wird von der Industrie- und Handelskammer abgenommen. Die Zwischenprüfung ist im zweiten Ausbildungsjahr und die Abschlussprüfung gegen Ende der Ausbildung. Hier gibt es einen theoretischen Teil (Montage, Transport und Auslieferung sowie Wirtschaft und Soziales) und einen praktischen Teil.

Unterricht

Berufsschultage und Stundenzahl

Der Unterricht findet in Teilzeitform in der Regel von 7.45 Uhr bis 14.45 Uhr statt.

Übersicht über die Lernfelder

Folgende Lernfelder werden unterrichtet.

Lernfelder 1. Jahr

Nummer
Lernfelder 1. Jahr
Zeitrichtwert in Stunden
1
Den Beruf als Dienstleistung erfassen und den Ausbildungsbetrieb präsentieren
40
2
Einen Arbeitsauftrag im Möbel-, Küchen- und Umzugsservice erfassen und planen
60
3
Warenbestände und Umzugsgut kontrollieren und sichern
40
4
Möbel, Küchen, Geräte oder Umzugsgut verpacken, lagern und transportieren
60
5
Möbel- und Küchenteile aus Vollholz bearbeiten
80

Summe: 280

Lernfelder 2. Jahr

Nummer
Lernfelder 2. Jahr
Zeitrichtwert in Stunden
6
Möbel- und Küchenteile aus unterschiedlichen Werkstoffen bearbeiten
100
7
Neue Möbel und neue Küchenmöbel montieren
40
8
Elektrische Einrichtungen und Geräte installieren und deinstallieren
80
9
Waren und Güter abholen und ausliefern
60

Summe: 280

Lernfelder 3. Jahr

Nummer
Lernfelder 3. Jahr
Zeitrichtwert in Stunden
10
Möbel und Küchen ab- und aufbauen
60
11
Anschlussarbeiten an Wasser- und Abwasserleitungen sowie Lüftungsanlagen durchführen
80
12
Beschwerden und Reklamationen bearbeiten
60
13
Aufträge von der Planung bis zur Abnahme ausführen
80

Summe: 280
Summe insgesamt: 840

Unterrichtsfächer

Im berufsbezogenen Lernbereich werden die Fächer

  • Montage,
  • Transport,
  • Wirtschafts- und Betriebslehre,
  • Fremdsprachliche Kommunikation,
  • Service und
  • Logistik unterrichtet.

Im berufsübergreifenden Lernbereich werden die Fächer

  • Deutsch / Kommunikation,
  • Sport / Gesundheitsförderung,
  • Religionslehre und
  • Politik / Gesellschaftslehre unterrichtet.

Abschluss und Perspektive

Abschluss

Ein Berufsschulabschluss ist dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 gleichwertig.

Bei entsprechendem Notendurchschnitt (mindestens 3,0) und nachgewiesenen Englischkenntnissen erwerben Sie die Fachoberschulreife mit dem Erhalt des Berufsabschlusszeugnisses und bestandener Berufsabschlussprüfung.

Perspektive

Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung und dem Erwerb der Fachoberschulreife könnten Sie in die Höhere Berufsfachschule, Fachbereich Bau- und Holztechnik, wechseln. Dort haben Sie die Möglichkeit innerhalb von zwei Jahren in Vollzeitform die Fachhochschulreife zu erwerben. Diese berechtigt Sie zum Studium an einer Fachhochschule (FH). Nähere Auskunft erteilt der Bildungsgangleiter Herr Clösges. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einen Meister zu machen.