Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

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Informationen zum Ausbildungsberuf

Wer Spaß an der Versorgungstechnik und handwerkliches Geschick hat, findet hier einen zukunftssicheren anspruchsvollen Beruf, in dem man sich auch durch Weiterbildung (siehe Perspektive) bis zur Meisterin / zum Meister, zur Technikerin / zum Techniker und zur Ingenieurin / zum Ingenieur entwickeln kann. Aufgaben, die im Berufsalltag auf Sie warten, sind zum Beispiel die Installation eines modernen, schicken Badezimmers, einer Solaranlage auf dem Gebäudedach oder einer energieeinsparenden Heizungsanlage. Auch Klimaanlagen, Regenwassernutzungsanlagen, Wärmepumpen, Pellet-Heizungen und Heizungsanlagen, die sowohl Strom als auch Wärme erzeugen können, stehen stellvertretend für die zahlreichen komplexen und innovativen Technologien dieses Berufes. 

Daten zur Ausbildung

Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre.

Die Ausbildung findet in Handwerksbetrieben und am Berufskolleg statt. Die schulische Ausbildung findet in Lernfeldern statt. Eine zusätzliche überbetriebliche Ausbildung in Form von mehreren 5- bis 10-tägigen Kursen findet in den Praxisräumen der Kreishandwerkerschaft statt.
Unter besonderen Voraussetzungen kann die Ausbildungsdauer verkürzt werden.

Voraussetzungen

Voraussetzung für eine Ausbildung sind der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder die Fachoberschulreife (FOR).

Schülerinnen und Schüler, die sich für diesen Ausbildungsberuf entscheiden, sollten Interesse an Technik und Physik und Freude an anspruchsvollen handwerklichen Tätigkeiten haben. Bei der täglichen Arbeit sind Kommunikations- und Teamfähigkeit gefordert.

Prüfung

Kurz vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres werden in der Gesellenprüfung Teil I erworbene praktische und theoretische Fähigkeiten und Kenntnisse getestet. Das Ergebnis fließt zu 30% in die Abschlussnote mit ein.

Die Abschlussprüfung (Gesellenprüfung Teil II) findet nach der Ausbildungsdauer von dreieinhalb Jahren in zwei Teilen statt. Zunächst werden die theoretischen Kenntnisse in den Fächern Arbeitsplanung, Anlagenanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft, wobei sich die beiden erstgenannten Fächer weiter aufspalten in: Wärmetechnik, Umwelttechnik sowie Klima- und Wassertechnik. In der nachfolgenden praktischen Prüfung werden die praktischen Fähigkeiten in einer Installationsaufgabe sowie das theoretische Wissen in Fachgesprächen festgestellt.

Unterricht

Berufsschultage und Stundenzahl

Der Unterricht findet in Teilzeitform statt.
In der Unterstufe wird an zwei Tagen je acht Stunden, in der Mittel- und Oberstufe sowie der Abschlussklasse an einem Tag je acht Stunden unterrichtet.

Übersicht über die Lernfelder für den Ausbildungsberuf
Anlagenmechanikerin / Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik

Die Fächer Planen und Fertigen von Anlagen (PFA), Bearbeiten von Kundenaufträgen (BKA) und Inbetriebnahme und Instandhaltung (IBIS) werden in Form von Lernfeldern, die wiederum in Lernsituationen untergliedert werden, unterrichtet:

Lernfelder 1. Jahr

Nummer
Lernfelder 1. Jahr
Fach
1
Bauelemente mit handgeführten Werkzeugen fertigen
 PFA
2
Bauelemente mit Maschinen fertigen
 PFA
3
Baugruppen herstellen und montieren
 BKA
4
Technische Systeme instand halten
 IBIS

Lernfelder 2. Jahr

Nummer
Lernfelder 2. Jahr
Fach
5
Trinkwasseranlagen installieren
 IBIS
6
Entwässerungsanlagen installieren
 PFA
7
Wärmeverteilungsanlagen installieren
 PFA
8
Sanitärräume ausstatten
 BKA

Lernfelder 3. Jahr

Nummer
Lernfelder 3. Jahr
Fach
9
Trinkwassererwärmungsanlagen installieren
 BKA
10
Wärmeerzeugungsanlagen für gasförmige Brennstoffe installieren
 IBIS
11
Wärmeerzeugungsanlagen für flüssige und feste Brennstoffe installieren
 IBIS
12
Ressourcenschonende Wärmeerzeugungsanlagen installieren
 PFA
13
Raumlufttechnische Anlagen installieren
 PFA

Lernfelder 4. Jahr

Nummer
Lernfelder 4. Jahr
Fach
14
Versorgungstechnische Anlagen einstellen und energetisch optimieren
 PFA
15
Versorgungstechnische Anlagen instand halten
 IBIS

Unterrichtsfächer

Die Fächer, die auf den Zeugnissen erscheinen, werden auf folgende Weise eingeteilt:

Berufsbezogener Lernbereich:

  • Wirtschaftslehre
  • Plananen und Fertigen von Anlagen (PFA)
  • Bearbeiten von Kundenaufträgen (BKA)
  • Inbetriebnahme und Instandhaltung (IBIS)

Differenzierungsbereich:

  • Mathematik

Berufsübergreifender Bereich:

  • Deutsch / Kommunikation,
  • Religionslehre,
  • Sport / Gesundheitsförderung,
  • Politik / Gesellschaftslehre

Abschluss und Perspektive

Abschluss

Ein Berufsschulabschluss ist dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 gleichwertig.

Bei entsprechendem Notendurchschnitt (mindestens 3,0) und nachgewiesenen Englischkenntnissen erwerben Sie die Fachoberschulreife mit dem Berufsschulabschlusszeugnis und bestandener Berufsabschlussprüfung.

Perspektive

Nach erfolgreicher Abschlussprüfung haben Sie die Möglichkeit, an unserer Schule im Bildungsgang Fachschule für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik in einer zweijährigen Vollzeitausbildung die Qualifikation der staatlich geprüften Technikerin / des staatlich geprüften Technikers zu erwerben (auf Wunsch kann mit erfolgreich abgelegter Zusatzprüfung auch die Fachhochschulreife erworben werden). Nähere Informationen erteilt der Bildungsgangleiter Herr Stosno.

Sie müssen als Voraussetzung für die Aushändigung des Zeugnisses ein Jahr Berufserfahrung nachweisen.
Mit dieser Qualifikation können Sie in zahlreichen Firmen der Versorgungstechnik, in Planungs- und Ingenieurbüros bei Energieversorgern u.ä. ihren Arbeitsbereich finden.
Natürlich können Sie auch alternativ zur Technikerausbildung die Meisterausbildung anschließen.