Am 10.10.2017 besuchten acht Schüler und zwei Lehrer des ROC Nimwegen das BKfT. Grund  war eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes „Ler(n)enden Euregio“,  welches von der Euregio Rhein-Waal initiiert und finanziert wird.

Ziel ist es eine grenzüberschreitende Ausbildung zu ermöglichen, welche den Lernenden die Möglichkeit gibt, internationale Kompetenzen zu erwerben und zertifizieren zu lassen.

Die Projektgruppe auf deutscher Seite, bestehend aus fünf Studierenden des Bildungsgangs Fachschule für Technik im Bereich Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (FSH 2) arbeitet in ihrer aktuellen Projektphase mit acht Schülern des ROC-Nijmegen zusammen. Die betreuenden Lehrer sind Hans Witte für das ROC und Helge Stosno für das BKfT. Bei dem realen Projekt der Fa. Sommer geht es um die Planung einer Klimaschutzsiedlung, bestehend  aus vier Gebäuden mit insgesamt 50 Wohnungen in Erkelenz. Dabei planen die Studierenden des BKfT die komplette Versorgungstechnik inklusive Klimatisierung, Trinkwassererwärmung, Energieerzeugung unter Passivhausstandards. Ein Schwerpunkt ist dabei die dezentrale Planung der Heizungsversorgung und Trinkwassererwärmung mit insgesamt vier Wärmepumpen, je eine Wärmepumpe pro Gebäude. Die niederländischen Schüler hingegen planen ein Alternativkonzept mit nur einer zentralen Wärmepumpe zur Versorgung aller vier Gebäude.

Der Abschluss des Projektes findet in der gemeinsamen Projektpräsentation im FORUM des BKfT am 01.02.2018 um 18.30 Uhr statt. Hierzu werden auch die Vertreter der Ler(n)enden Euregio anwesend sein.

Das beschriebene Projekt ist eines von drei Projekten in dem niederländischen Berufskolleg ROC Nijmegen. Diese Kooperation startete Anfang 2016 und ist auf eine nachhaltige Zusammenarbeit angelegt. Es nehmen die Bildungsgänge Elektroniker für Betriebstechnik, Fachschule für Technik Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik und BFS/HBFS teil. Den Auftakt machte Helge Stosno 2016 ebenfalls mit einem Projekt  im Bildungsgang Fachschule für Technik Heizungs-, Lüftungs – und Klimatechnik (FSH 2). Auf niederländischer Seite ging es um die Konstruktion eines Windrades zur Energiegewinnung. Auf deutscher Seite wurde von der Projektgruppe ein Haus mit modernster Versorgungs- und Energietechnik geplant, wobei das Windrad eine wichtige Komponente war als Teil einer Passivhausplanung. Auch hier waren neben den vier Schülern der FSH 2 auch 18 Schüler aus den Niederlanden beteiligt. Es gab insgesamt drei gemeinsame Treffen wobei ein Treffen in den Niederlanden und zwei Treffen am BKfT stattfanden. Das Projekt endete im Februar 2017 mit der gemeinsamen Projektpräsentation vor ca. 100 Gästen im FORUM des BKfT.

Mitte Oktober 2017 fuhren Lothar Bongartz und Hans-Jürgen Breuer mit zwei Schülern der MTO zum ersten internationalen Wettbewerb im Fachbereich Mechatronik nach Kalkar. Dort traten gemischte Teams aus deutschen und niederländischen Schülern gegeneinander an. Ziel war die gemeinsame Lösung mechatronischer Aufgaben. Ein Bericht dazu findet sich ebenfalls auf unserer Homepage.

Im Moment arbeiten die Klassen HE 11 und HI 11 unter Betreuung von Herrn Jansen und Herrn Weiß an einer Personenzählanlage. Diese wird gemeinsam mit Schülerinnen und Schüler aus den Niederlanden geplant und im BKfT gebaut. Die Programmierung der Zählanlage findet auf deutscher und niederländischer Seite statt. Ziel ist eine kooperative (D/NL) Entwicklung der Anlage. Die Ergebnisse werden im ROC Nimwegen im Zuge eine Messe vorgestellt, bewertet und prämiert.

Die länderübergreifenden Projekte stellen die durchführenden Kollegen oft vor große Herausforderungen. Dabei gilt es sprachliche Hürden, besonders bei Fachbegriffen zu überwinden. Auch bei der Absprache von Terminen und Projektphasen stehen die verschiedenen Ferienzeiten, Feiertage und Prüfungszeiträume im Wege. Gut, dass dann immerhin die Finanzierung gesichert ist. Ein verlässlicher Partner ist dabei Euregio Rhein-Waal, welche uns bei der umfangreichen Beantragung von Mittel behilflich ist und im Rahmen von gut organisierten Plattformtreffen den internationalen Austausch fördert, aber auch den Austausch unterschiedlicher deutscher Berufskollegs unterstützt. Die Integration der Projekte in den Unterricht findet bei den Lernenden Anklang was sich in einer hohen Motivation bei der Aufgabenbearbeitung zeigt. Der Austausch findet weitgehend in Englisch statt, was den Lernenden die Möglichkeit gibt erlernte Kenntnisse aus den Fremdsprachenunterricht zu nutzen und auf Lehrerseite einen fächerverbindenden Unterricht zu gestalten.

Die Zusammenarbeit mit der Euregio ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt, so dass die beschriebenen Projekte noch in den nächsten Jahren durchgeführt und  gegebenenfalls ausgebaut werden können. Beispielsweise wird es im Schuljahr 17/18 ein viertes euregionales Projekt mit AVOR-Schülerinnen und Schülern geben, in dem es einerseits um Berufsorientierung und andererseits um die Steigerung des Selbstbewusstseins geht.

Zum Seitenanfang