Bundesleistungswettbewerb des Baugewerbes

Aktuelles Archiv

17.11.2015

Vom 07.-09.11.2015 fand in Krefeld der 64. Bundesleistungswettbewerb im Bauhandwerk statt.

Die Gesellen aus ganz Deutschland, die sich zuvor schon als Landessieger behauptet haben, traten dort in verschiedenen Gewerken gegeneinander an. Die Aufgabe der einzelnen Teilnehmer, die alle um den Titel „Deutscher Meister“ kämpften, bestand darin, verschiedene Module in einem vorgegebenen Zeitrahmen zu absolvieren.

Am 9. November, dem Finaltag, besuchte die Mittelstufe der Zimmerer (ZIM) diese Meisterschaft, um sich einen Eindruck von Umfang und Qualität des Zimmererhandwerks zu machen. Die Schüler schauten den Zimmerer-Profis über die Schulter wie sie ein „Satteldach mit schrägem Giebel und steigendem First“ herstellten. Insgesamt hatten diese für Aufriss und anschließender Ausarbeitung lediglich drei Tage Zeit. Obwohl alle Teilnehmer als Sieger der Landesmeisterschaften bereits ihr Talent unter Beweis gestellt hatten, zeichneten sich aufgrund der Schwierigkeit des anzufertigenden Werkstückes enorme Unterschiede zwischen den einzelnen Teilnehmern ab. Dies zeigte sich in erster Linie im Fortschritt der einzelnen Module. Während die ersten Zimmerer bereits ihr Werkstück fertig stellten, wirkten andere noch regelrecht planlos und verzweifelt. Das Gesamtniveau war sehr hoch und wurde einer deutschen Meisterschaft gerecht. Interessant fanden die Schüler des BKfT vor allem die verschiedenen Herangehensweisen der fertigen Zimmerergesellen – so war ein unterschiedliches Vorgehen oft gleichermaßen zielführend. Da jeder sein eigenes Werkzeug zum Wettkampf mitgebracht hat, war es für unsere Schüler spannend zu beobachten, wie jeder Zimmerer für die verschiedenen Schnitte seine eigene Sägeart bevorzugt hat, um möglichst präzise zu arbeiten.

Das Ende des Tages war auch zugleich das Ende des Wettkampfes. Die einzelnen Werkstücke wurden von einer Fach-Jury genauestens untersucht und bewertet. Der Titel „Deutscher Meister“ im Zimmererhandwerk ging in diesem Jahr nach Saarland, der zweite Platz ging nach Bayern und Bronze blieb in NRW.

Das Fazit des Tages besteht darin, dass die Schüler beeindruckt von den Leistungen ihrer Berufsgenossen nach Hause fuhren. Sie wurden in ihrer Berufswahl bestärkt und waren begeistert davon, was ein Zimmerer für spannende und auch vielfältige Aufgaben in relativ kurzer Zeit bewerkstelligen kann.