Erasmus-Praktikum auf Korfu

Aktuelles

20.08.2022

Am 11. Juli machten sich zwei Schüler des BKfT aus der Klasse HB11 auf den Weg nach Korfu, der größten ionischen Insel im Mittelmeer. Dort wollten die beiden Jungs Batuhan und Fauzi ein zweiwöchiges Betriebspraktikum bei einem Elektriker absolvieren.

Mit großer Vorfreude aber auch einer guten Portion Respekt vor dem unbekannten Land und der fremden Sprache kamen die beiden am Flughafen in Korfu an. Die Unterkunft war nicht weit weg vom Flughafen, so dass sie diese fußläufig erreichen konnten. „Die Zimmer sind hier sehr gewöhnungsbedürftig, die Küche war sehr spartanisch, das Kochen wurde so zu einer echten Herausforderung“, so Batuhan, als er von der Unterkunft berichtete. „Ich zum Beispiel musste mich erst an die Hausarbeit gewöhnen, ich habe noch nie alleine gewohnt und mich selbst versorgt“, ergänzte Fauzi.
Doch nach einigen Tagen der Eingewöhnung lief der Tagesablauf nahezu reibungslos. Täglich wurden die beiden vom Chef der Firma, Nikos, zu Hause abgeholt und mit auf die Baustellen genommen.
Die Kommunikation sei sehr kompliziert gewesen, aber mit Google-Übersetzer konnten sie die Sprachbarriere relativ zügig überwinden, berichten die beiden. „Die Mitarbeiter waren alle sehr nett und bemüht uns viel zu zeigen. Auch wenn wir zu Beginn noch nicht sehr viel selbst machen konnten, haben wir einen guten Einblick in die Arbeitsabläufe auf den Baustellen bekommen. Wir haben viel mit Baustoffen wie Mörtel, Zement oder auch Rigipsplatten gearbeitet.
In Griechenland übernehmen solche Arbeiten, die in Deutschland ein Maurer machen würde, oftmals auch die Elektriker. „Quasi Allroundtalente“, resümiert Batuhan. Meistens ging die Arbeitszeit von 8 – 15:00 Uhr. Viel länger halte man es im Hochsommer auch nicht aus. Die Temperaturen liegen hier täglich bei etwa 36°. Erstaunt waren die beiden über den Arbeitsschutz: „Manchmal haben wir uns etwas über den Arbeitsschutz gewundert, das ist definitiv anders als in Deutschland. Da ist dann ein Balkon schonmal nicht so ordnungsgemäß abgesichert wie in Deutschland, da kann einem schon schwindelig werden, wenn man runter schaut“, berichtet Batuhan.
Nach der Arbeit haben die beiden sich die Innenstadt angeguckt und die nähere Umgebung erkundet. „Die Mitarbeiter von Nikos haben uns oft mitgenommen in die Stadt und einiges gezeigt. Dort haben wir dann auch eine deutsche Familie getroffen, für die Nikos bereits gearbeitet hat. Mit denen konnten wir uns prima auf Deutsch unterhalten“, erinnert sich Batuhan. „Alles in allem war es eine sehr herausfordernde, aber auch sehr lehrreiche Zeit für uns“, so das Resümee der beiden Schüler.

Herr Rackl und Herr Sourtzinos bedanken sich ausdrücklich im Namen der Schule für den Einsatz der beiden Jungs, die als Pioniere diese Herausforderung prima gemeistert haben.
Das BKfT verfolgt auch zukünftig das Ziel, vielen Schülerinnen und Schülern diese einmaligen Erfahrungen zu ermöglichen.