Vom 15. bis 17. April 2026 absolvierten 18 Klassensprecherinnen und Klassensprecher des BKfT ein intensives Rhetorik- und Deeskalationsseminar unter der Leitung von Dr. Werner Dieball. Ziel des dreitägigen Trainings: sicheres Auftreten, Konflikte früh erkennen, Situationen deeskalieren – und so die demokratische Gesprächskultur an unserer Schule stärken.
DAS WESENTLICHE IN DREI TAGEN
Tag 1: Grundlagen der Rhetorik und Problemerkennung
Der Auftakt schärfte die Basis wirksamer Kommunikation: Stimme, Körperhaltung, Blickkontakt und Sprachklarheit – ergänzt durch Dos & Don’ts in schulischen Gremien. In Übungen zur „frühen Problemerkennung“ identifizierten die Teilnehmenden Konfliktsignale und Rollen in Gruppen. Mit der strukturierten Kurzrede (Ziel – Begründung – Beispiel – Appell) und kurzen Praxisstatements bauten sie eine tragfähige Argumentationsbasis auf.
Tag 2: Deeskalation und Gesprächsführung
Im Mittelpunkt standen Strategien, um hitzige Situationen zu entschärfen: Eskalationsstufen verstehen, deeskalierende Sprache einsetzen, aktiv zuhören, reframen. In moderierten Übungen trainierten die Jugendlichen, zwischen Konfliktparteien zu vermitteln und mit Unterbrechungen, Lautstärke oder „Alpha“-Verhalten souverän umzugehen. Rollenspiele – begleitet von Video-/Audio-Feedback – vertieften Mikro-Techniken wie Ich-Botschaften, Nachfragen und Zusammenfassen und bereiteten den Transfer in den Schulalltag vor.
Tag 3: Couragiertes Handeln und nachhaltiger Transfer
Der Schlusstag bündelte Zivilcourage im Schulkontext: sicher, wirksam, verhältnismäßig – mit klarem Blick für die Grenzen der eigenen Rolle und die Unterstützungssysteme am BKfT. Ein Schwerpunkt lag auf der Moderation von Klassen- und Jahrgangsversammlungen (Ablauf, Redelisten, Zeitmanagement, Umgang mit Einwänden). In Abschlussübungen präsentierten die Teilnehmenden Kurzreden oder Moderationssequenzen, erhielten kollegiales Feedback und erarbeiteten persönliche 90 Tage Pläne. Mit Gesprächsleitfaden, Deeskalationskarte und Feedbackbogen wurden konkrete Werkzeuge für den Alltag mitgegeben.
STIMME AUS DER SCHULGEMEINSCHAFT
Christopher Krüger, Koordinator für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) am BKfT und engagiert in der Kooperation mit „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, zeigt sich beeindruckt: „Unsere Klassensprecherinnen und Klassensprecher haben mit großem Engagement teilgenommen. Solche Formate fördern den respektvollen Austausch. Mit den vermittelten Werkzeugen lassen sich Probleme sachlich und zielgerichtet lösen – zum Nutzen der gesamten Schulgemeinschaft.“
FAZIT: HALTUNG ZEIGEN, VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN
Das Seminar hat die Schülervertretung des BKfT fachlich und persönlich gestärkt. Klarer Auftritt, geschulte Wahrnehmung für Konflikte, wirksame Deeskalation und Mut zur konstruktiven Lösung – diese vier Säulen tragen die Arbeit der Klassensprecherinnen und Klassensprecher künftig noch sichtbarer. Damit setzt das BKfT ein deutliches Zeichen für Dialogkultur, Respekt und Courage im Schulalltag.


