Die Schülerinnen und Schüler werden in den Klassen der Ausbildungsvorbereitung nicht nur auf den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 vorbereitet, sondern vielmehr auch in ihrer Arbeits- bzw. Ausbildungsfähigkeit gefördert. Dies geschieht in zweiwöchigen Blockpraktika im Wechsel mit zweiwöchigen Unterrichtsblöcken, oder durch unterrichtsbegleitende Langzeitpraktika an jeweils zwei bis vier Tagen in der Woche. Dort wird, neben der Berufsorientierung, insbesondere auf Arbeitstugenden wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sowie Konfliktbewältigung Wert gelegt. Neben fachpraktischen Erfahrungen in den Praktika sind praktische Tätigkeiten auch in den schuleigenen Werkstätten Teil des Unterrichts. Sie leiten inhaltlich den Unterricht in Fachtheorie und den übrigen Fächern durch ihre vernetzende und projektgeleitete Struktur. Der gesamte Prozess wird von Sozialpädagogen unterstützt.

Fachrichtung Metalltechnik

Der Unterricht der Fachrichtung Metalltechnik findet in der Werkstatt (Fächer: Fertigungs- und Montageprozesse), im berufsbezogenen Lernbereich (Mathematik, Englisch, Wirtschaftslehre und Naturwissenschaft) sowie im berufsübergreifenden Lernbereich (Deutsch/Kommunikation, Religion, Sport/Gesundheitsförderung und Politik/Gesellschaftslehre) statt.
 
Zentrales Merkmal ist dabei die Arbeit in der Metallwerkstatt. Die dort zu fertigenden Produkte stellen den Rahmen für die theoretische Aufarbeitung im Theorieunterricht in allen Fächern dar. Dabei stehen im ersten Halbjahr die Entwicklung und die manuelle Fertigung einfacher Werkstücke mit z.B. Feile und Säge nach selbstangefertigten technischen Zeichnungen im Blickpunkt. Im zweiten Schulhalbjahr steht die maßhaltige Fertigung einfacher Werkstücke mit maschinellen Hilfsmitteln (z.B. Ständerbohrmaschine) im Zentrum.

Fachrichtung Bau- und Holztechnik

Projekte im Bau- und Holzbereich befinden sich in Planung, folgen jedoch grundsätzlich dem Aufbau wie für den Metallbereich beschrieben.

Daten zum Bildungsgang

Voraussetzungen

Aufgenommen in die Klassen der Ausbildungsvorbereitung werden alle Schülerinnen und Schüler, die berufsschulpflichtig sind und bislang keinen allgemeinbildenden Abschluss erworben haben. Berufsschulpflicht bedeutet hierbei: die Schülerin oder der Schüler absolviert das 10. Pflichtschuljahr, hat jedoch das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet (§38 SchulG). Sie oder er muss bis zum Abschluss des Schuljahres am 31. Juli seine Berufsschulpflicht an einem Berufskolleg erfüllen. Sollte dieser Pflicht nicht nachgekommen werden, so droht nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) ein Bußgeld von bis zu 1000 €.

Die Schülerinnen und Schüler können in diesem Schuljahr einen dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 gleichgestellten Schulabschluss erreichen, wenn sie aus regelmäßiger Teilnahme hinreichende Leistungen nachweisen können. Der erfolgreiche Besuch der Klassen der Ausbildungsvorbereitung ermöglicht den Übergang in die Ausbildung oder den Besuch der Klassen der Berufsfachschule am Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Technik mit dem Ziel höherwertiger Abschlüsse.

Ausbildungsdauer

Für Schülerinnen und Schüler, die ein ganzes Jahr lang ihre Berufsschulpflicht in ausreichendem Maße erfüllt haben, endet die Berufsschulpflicht zum Ende des Schuljahres, in dem die Schülerinnen und Schüler ein Abschlusszeugnis erhalten, auch wenn sie das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Auf dem Zeugnis ist ein entsprechender Vermerk verzeichnet.

Sollte die oben genannte Bedingung zur vorzeitigen Beendigung der Berufsschulpflicht am Ende des Schuljahres nicht vorliegen, so endet die Berufsschulpflicht mit Abschluss des Schuljahres, in dem das 18. Lebensjahr vollendet wird.

Prüfung

Der Abschluss, der dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 gleichwertig ist, wird bei hinreichenden Leistungen durch die Zeugniskonferenz am Schuljahresende vergeben. Es gibt keine zusätzliche Abschlussprüfung.

Anmeldung

Zur Aufnahme in den Bildungsgang ist Ihre persönliche Anmeldung im Sekretariat der Schule erforderlich. Angemeldete Schülerinnen und Schüler und auch solche, die bisher keinen anderen Schul- oder Ausbildungsplatz haben, erhalten von unserer Schule ein Einladungsschreiben zur Einschulung immer im Verlauf der Sommerferien. Sollten Sie das genannte Schreiben erhalten, ist das Erscheinen bei der Einschulung Pflicht! Beachten Sie bitte dabei auch, dass Sie bei der Einschulung Ihren Personalausweis und Ihr letztes Zeugnis mitbringen.

Sollten Sie jedoch einen Ausbildungsplatz zum Beginn des Ausbildungsjahres oder einen Platz in einer weiterführenden Schule gefunden haben: Teilen Sie uns dies bitte bis zum Termin der Einschulung mit und reichen Sie entsprechende Dokumente (Ausbildungsvertrag oder Schulbescheinigung) in Kopie ein.
Sollten Sie einen Bundesfreiwilligendienst oder ein freiwilliges soziales Jahr begonnen haben oder beginnen wollen: Legen Sie uns bitte den entsprechenden Vertrag in Kopie vor. Beantragen Sie bitte schriftlich das Ruhen der Berufsschulpflicht.

Sollten Sie von uns keine Einladung erhalten haben (weil sie z.B. erst kürzlich nach Mönchengladbach gezogen sind), aber dennoch der Berufsschulpflicht unterliegen, ist die Anmeldung in Eigeninitiative an dem zuständigen Berufskolleg zwingend erforderlich. Berufsschulpflichtig sind Sie dann, wenn Sie noch keinen Ausbildungsplatz haben und am 01.08. dieses Jahres noch 17 Jahre alt sind.

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